Die Entstehungsgeschichte der Kleingärten

Die Gartennutzung geschieht in Deutschland mit unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen. Die weitaus größte Anzahl der Menschen, die ihr kleines Grün nutzen, tun dies in Kleingärten in Kleingartenkolonien. Weniger auf dem flachen Land, mehr in und um große Städte wurden viele Landflächen zur gärtnerischen Nutzung freigegeben.

Vielfach schon seit 100 Jahren, als Ergebnis der Not des 1. Weltkrieges. Bereits von Anbeginn der Schreberbewegung haben diese Gärtner sich, mehr oder weniger zwangsweise, in Kleingartenorganisationen organisiert. Zunächst waren es Kleingartenanlagen, die örtlich zusammenhängende Gärten zwecks gemeinsamer Interessenvertretung sammelten. Getreu dem Motto: Gemeinsam sind wir stärker. So konnten gegenüber privaten Landeigentümern, aber auch den Kommunen, einheitliche Auffassungen der Kleingärtner durchgesetzt werden.

Getrennte Entwicklungen in beiden deutschen Staaten

In der alten Bundesrepublik gründeten sich sehr rasch Bezirks- und Landesverbände der Kleingärtner beziehungsweise Gartenfreunde. Diese sind eingetragene Vereine, deren Mitglieder normalerweise die Vereine der Kleingartenbewegung vor Ort sind. Einzelne Gärtner sind dort im Regelfall nicht Mitglied. Damit diese übergeordneten Verbände der Kleingärtner funktionieren können, erheben sie von ihren Mitgliedsvereinen Beiträge.

Diese Beiträge wiederum werden von den Vereinen an ihre Mitglieder weitergereicht. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich hier erkleckliche Einnahmequellen für die Bezirks- und Landesverbände ergeben. Die Verbände haben sich in einigen Fällen auf Kosten der Kleingärtner opulente Vereinsheime gegönnt. Sie haben auch viele hauptamtlich beschäftigte Mitarbeiter, die auf diese Weise einen sicheren Job haben.

In der DDR wurde nur ein einziger Verband gegründet, der VKSK (Verein der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter). Aus dieser Konstellation heraus ergaben sich nach der Wende auf dem Gebiet der ehemaligen DDR große Probleme. Denn ein einziger Verein, eben der VKSK, hat die gleichen Verträge verwendet, egal ob für Kleingärtner, Siedler oder Kleintierzüchter. Das nach der Wende auch in den 5 neuen Bundesländern geltende Bundeskleingartengesetz hingegen sieht ausschließlich Regelungen für Kleingärtner vor. Mit den Konsequenzen beschäftigen sich heute die Gerichte.

Ein neuer Verein gründet sich

Die Bezirks-und Landesverbände der Kleingärtner haben die Macht in Deutschland, was das Kleingartenwesen angeht. Und diese nutzen sie reichlich aus. Schließlich leben die Bonzen der Kleingartenbewegung davon, dass ihnen, bedingt durch die Regelungen des Bundeskleingartengesetzes, die Kleingärtner regelmäßige Einkommen verschaffen müssen. Dem versucht der Verein VDGN entgegenzutreten.

Du magst vielleicht auch